Checkliste zur Baustellensicherheit in 8 Schritten

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Eine sichere Baustelle erfordert regelmäßige Kontrollen von Zugängen, Laufwegen, Arbeiten in der Höhe, Geräten und persönlicher Schutzausrüstung. Mit dieser Checkliste überprüfen Sie die wichtigsten Risiken in einer praktischen Sicherheitsrundgang.

Am Ende der Seite finden Sie außerdem die offizielle Checkliste der Regierung für sichere Instandhaltungsarbeiten an und in Neubauten. Diese hat einen anderen Anwendungsbereich, enthält aber zusätzliche Hinweise zu sicheren Arbeitsmethoden und Barrierefreiheit.

Die Sicherheitscheckliste in Kürze

  • Ist die Baustelle eingezäunt und der Zugang kontrolliert?
  • Sind Gehwege, Fahrstrecken und Notausgänge frei und deutlich gekennzeichnet?
  • Sind Gerüste, Leitern und Arbeitsplätze in der Höhe sicher?
  • Wurden Maschinen, Werkzeuge und temporäre Installationen überprüft?
  • Trägt jeder die für die Arbeit vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung?
  • Sind Brandschutz-, Erste-Hilfe- und Notfallmaßnahmen vorhanden?
  • Sind Eingänge, Ausrüstung und Lagerräume außerhalb der Arbeitszeiten gesichert?
  • Werden Mängel erfasst, zugeordnet und nach der Reparatur erneut überprüft?

Diese Liste dient der Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen auf der Baustelle. Die Checkliste ersetzt jedoch weder eine Risikoanalyse und -bewertung noch einen Maßnahmenplan oder einen Arbeitsschutzplan. 

Eine Risikoanalyse und -bewertung bildet die Grundlage für die Identifizierung und das Management von Arbeitsrisiken. Für bestimmte Bauprojekte ist außerdem ein Gesundheits- und Sicherheitsplan obligatorisch.

Besichtigen Sie die Baustelle in 8 Schritten

Die kurze Checkliste fasst die wichtigsten Punkte zusammen. Im Folgenden gehen wir detailliert auf die acht Komponenten guter Baustellensicherheit ein und geben für jede Komponente spezifische Hinweise zu den erforderlichen Kontrollen auf der Baustelle.

1. Zugang und Abgrenzung der Baustelle

Eine Baustelle muss klar abgegrenzt und nur für befugte Personen und Fahrzeuge zugänglich sein. Überprüfen Sie daher sowohl die physische Absperrung als auch die Zugangsvereinbarungen.

  • Eingänge außerhalb der Arbeitszeiten schließen.
  • Registrieren Sie Besucher und Lieferanten, die das Gelände betreten.
  • Verwalten Sie Schlüssel, Zugangskarten, Tags und Zugangscodes.
  • Prüfen Sie, welche Fahrzeuge auf die Baustelle fahren.
  • Prüfen Sie, ob die Bauzäune fest stehen und die Durchgänge ordnungsgemäß abgesperrt sind.
  • Bringen Sie Sicherheitsschilder an Gefahrenstellen, Notausgängen und Orten an, an denen persönliche Schutzausrüstung vorgeschrieben ist.

Überprüfen Sie die Abgrenzung erneut, wenn Bauzäune versetzt oder die Baustellenaufteilung geändert wird.

2. Fußwege, Transportwege und Lagermöglichkeiten

Freie Wege verringern das Risiko, dass Fußgänger, Maschinen und Baustellenverkehr die Wege unnötig kreuzen. Auch Materialien, Abfälle und temporäre Installationen dürfen entlang der Strecke keine neuen Gefahrenquellen darstellen.

  • Kennzeichnen Sie eindeutige Ein- und Ausgänge für Fußgänger und Fahrzeuge.
  • Wo möglich, separate Wege für Fußgänger, Maschinen und Baufahrzeuge einrichten.
  • Halten Sie Notausgänge und die Wege dorthin frei.
  • Materialien und Werkzeuge sollten an den dafür vorgesehenen Orten aufbewahrt werden.
  • Räumen Sie nach Gebrauch lose Materialien und Werkzeuge weg.
  • Temporäre Kabel und Rohre kennzeichnen und schützen.
  • Sorgen Sie für ausreichende Beleuchtung an Arbeitsplätzen, Wegen und Eingängen.

Achten Sie besonders auf Eingänge, Lagerbereiche und dunkle Ecken. Container, Bauwagen und gelagerte Materialien dürfen die Sicht auf diese Bereiche nicht versperren.

3. Arbeiten in der Höhe

Der Arbeitgeber muss im Falle einer Absturzgefahr Maßnahmen ergreifen. Dies ist ab einer Höhe von 2,50 Metern gesetzlich vorgeschrieben, kann aber auch in geringeren Höhen erforderlich sein, wenn Absturzgefahr besteht.

  • Prüfen Sie zunächst, ob die Arbeiten ohne Arbeiten in der Höhe durchgeführt werden können.
  • Untersuchen Sie, ob das Sturzrisiko verhindert werden kann.
  • Arbeiten Sie nur von einem sicheren Gerüst, einer Plattform, einem Podest oder einem Arbeitsboden aus.
  • Öffnungen in Böden und Wänden abdichten.
  • Vor Beginn der Arbeiten sollten die Umgebung, die Zugänglichkeit und der Untergrund beurteilt werden.
  • Kollektive Maßnahmen haben Vorrang vor dem Schutz des Einzelnen.

Die richtige Arbeitsweise hängt von der jeweiligen Situation ab. Ein Gerüst kann beispielsweise eine sichere Arbeitsplattform bieten, aber nur dann, wenn der Standort und der Untergrund für die Aufstellung geeignet sind.

4. Maschinen, Werkzeuge und Zertifikate

Maschinen und Arbeitsmittel müssen für die jeweilige Arbeit geeignet und sicher zu bedienen sein. Prüfen Sie außerdem im Voraus, ob die Mitarbeiter über die notwendigen Anweisungen und alle erforderlichen Zertifikate verfügen.

  • Überprüfen Sie regelmäßig Maschinen und Geräte auf sicheren Betrieb.
  • Weisen Sie die Mitarbeiter in die ordnungsgemäße Ausführung ihrer Aufgaben und die Verwendung der Arbeitsmittel ein.
  • Prüfen Sie, welche Sicherheitsdiplome oder -zertifikate für die jeweilige Tätigkeit erforderlich sind.
  • Je nach Art der Arbeit sollten Sie eine VCA-Lizenz, eine Lizenz für Hubarbeitsbühnen, eine Gabelstaplerlizenz oder eine Lizenz für Hebezeuge und -geräte in Betracht ziehen.
  • Ermitteln Sie, wer im Arbeitsumfeld für die Unterweisung und Anleitung verantwortlich ist.

Die erforderlichen Diplome und Zertifikate variieren je nach Tätigkeit und Aufgabe. Die Checkliste für Arbeitssicherheit im Baugewerbe von Doorzaam führt diese daher als tätigkeitsabhängige Anforderungen auf und nicht als allgemeine Verpflichtung für alle auf der Baustelle.

5. Persönliche Schutzausrüstung

Die erforderliche persönliche Schutzausrüstung richtet sich nach den Risiken der jeweiligen Arbeitstätigkeit. Der Arbeitgeber muss vor Arbeitsbeginn geeignete PSA bereitstellen und deren korrekte Verwendung erläutern.

Je nach Art der Arbeit können unter anderem folgende Voraussetzungen erforderlich sein:

  • einen Schutzhelm;
  • Sicherheitsschuhe oder Sicherheitsstiefel;
  • Schutzbrille oder Gesichtsschutz;
  • Gehörschutz;
  • geeignete Handschuhe;
  • Atemschutz;
  • gut sichtbare Kleidung;
  • Ein Auffanggurt, ein Verbindungsmittel und ein Stoßdämpfer.

Persönliche Schutzausrüstung muss Schutz vor dem vorgesehenen Risiko bieten und den geltenden Produktanforderungen entsprechen. PSA, die europäischen Vorschriften unterliegt, muss eine CE-Kennzeichnung tragen.

6. Informationen, Hinweise und Notfallmaßnahmen

Die Beschäftigten müssen vor Arbeitsbeginn über die zu erwartenden Risiken und die damit verbundenen Schutzmaßnahmen informiert sein. Die Anweisungen müssen auf die jeweilige Tätigkeit, den Arbeitsort und die Arbeitsabläufe abgestimmt sein.

  • Besprechen Sie die Risiken der Arbeit und die geltenden Sicherheitsvorschriften.
  • Erläutern Sie die sichere Arbeitsweise und den Umgang mit Werkzeugen.
  • Geben Sie an, welche persönliche Schutzausrüstung verwendet werden muss.
  • Machen Sie deutlich, an wen sich die Mitarbeiter bei Sicherheitsfragen wenden können.
  • Besprechen Sie die Vereinbarungen bezüglich Notfällen, Bränden, Unfällen und Evakuierungen.
  • Stellen Sie sicher, dass Erste-Hilfe-Einrichtungen leicht zugänglich sind.
  • Notausgänge kennzeichnen und Fluchtwege freihalten.
  • Geeignete Feuerlöscheinrichtungen sind an den dafür vorgesehenen Stellen aufzustellen.

Neben allgemeinen Informationen benötigen neue Mitarbeiter und Zeitarbeiter arbeitsplatz- und standortspezifische Anweisungen.

7. Sicherheit außerhalb der Arbeitszeiten

Baustellen bergen oft wertvolle Materialien, Maschinen und Werkzeuge. Daher sollten Sie ermitteln, welche Bereiche außerhalb der Arbeitszeiten anfällig für unbefugten Zutritt, Diebstahl und Vandalismus sind.

  • Prüfen Sie, ob Tore und Eingänge verschlossen sind.
  • Werkzeuge, Kabel, Maschinen, Treibstoff und Baumaterialien erfassen.
  • Achten Sie besonders auf Lagercontainer, Bauwagen und Gebäudeeingänge.
  • Sorgen Sie für ausreichende Sichtbarkeit von Eingängen, Gehwegen und Lagerflächen.
  • Prüfen Sie, ob Materialien und temporäre Gebäude die Sicht der Kamera behindern.
  • Protokollieren, wer Meldungen und Vorfälle weiterverfolgt.

Videoüberwachung und Zutrittskontrolle können auch außerhalb der Arbeitszeiten zur Überwachung eingesetzt werden. Die erforderliche Ausstattung hängt von den gefährdeten Bereichen und der aktuellen Geländestruktur ab.

8. Überprüfung in jeder neuen Projektphase

Eine Baustelle verändert sich während des Projekts. Neue Tätigkeiten, Maschinen, Subunternehmer oder Lagerbereiche können Risiken mit sich bringen, die bei einer früheren Inspektion nicht vorhanden waren.

Wiederholen Sie daher die Überprüfung:

  • zu Beginn einer neuen Projektphase;
  • nach einer Änderung des Website-Layouts;
  • wenn neue Maschinen oder Materialien installiert werden;
  • wenn neue Subunternehmer ihre Tätigkeit aufnehmen;
  • nachdem Bauzäune, Wege oder Sicherheitseinrichtungen versetzt wurden.

Aktualisieren Sie außerdem den RI&E-Plan und den Gesundheits- und Sicherheitsplan, wenn sich Änderungen auf die dokumentierten Risiken und Maßnahmen auswirken.

Offizielle Checkliste für die sichere Gebäudewartung

Die oben genannten Punkte dienen der praktischen Überprüfung während der Ausführung eines Bauprojekts. Diese Checkliste für die sichere Instandhaltung von und an Gebäuden der Zentralregierung hat einen anderen und spezifischeren Anwendungsbereich.

Die offizielle Checkliste dient der Beurteilung, ob ein Neubau nach seiner Fertigstellung sicher instand gehalten werden kann. Das Dokument orientiert sich an den Artikeln 4.240 und 4.241 der Verordnung über Gebäude und Wohnumwelt und umfasst unter anderem Folgendes:

  • die Innenräume von Gebäuden, wie zum Beispiel Atrien, gläserne Aufzugsschächte und Treppenhäuser;
  • die Außenseite von Fassaden;
  • Arbeiten an Glas-, Schräg- und Flachdächern;
  • die Arbeitsmethoden und die im Prozess verwendete Sicherheitsausrüstung;
  • die Zugänglichkeit von Arbeitsplätzen und Einrichtungen;
  • Umweltfaktoren wie Verkehr, Wasser und verfügbare Lagerfläche.

Die Checkliste verdeutlicht, dass eine sichere Arbeitsmethode dem Gebäude und der Umgebung angemessen sein muss. Hubarbeitsbühnen, Fahrgerüste und Gerüste benötigen beispielsweise eine nutzbare Aufstellfläche. Wartungseinrichtungen müssen ebenfalls sicher zugänglich und zu verlassen sein.

Sichern Sie Ihre Baustelle auch außerhalb der Arbeitszeiten.

HÉ-jij sichert Eingänge, Container und Lagerbereiche mit mobilen Kameramasten. Die Systeme kombinieren 24/7-Überwachung und -Nachverfolgung mit KI-Filterung und Wärmebilderkennung. 

Die Kameramasten sind oft innerhalb eines Arbeitstages einsatzbereit und können auch mit Akku oder Notstrom betrieben werden. So behalten Sie die Baustelle Tag und Nacht im Blick und beugen Diebstahl, Vandalismus und Verzögerungen vor.

Sie möchten mehr erfahren? Sehen Sie sich die Optionen für die Baustellensicherung an.

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